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12.12.2017

Weinbrief Nr. 20

Sehr geehrte Damen und Herren!

Freunde des Wachauer-Weines!

Ja es ist wieder soweit: Der neue Jahrgang 2017 wird wie gewohnt im Weinbrief vorgestellt! Der Vegetationsverlauf (Trockenheit und Hitze) und eine betriebswirtschaftliche Maßnahme hatten maßgeblichen Einfluss auf unsere Weine. Wir führten in der Blüte eine starke Entblätterung in der Traubenzone durch um uns eine spätere Traubenausdünnung zu ersparen, und um lockere Trauben, die weniger fäulnisanfällig sind, zu erhalten. Wie 2006 führte die starke Hitze zu einer stärkeren Verrieselung als geplant! Eine Zeit lang fürchteten wir massive Ernteeinbußen. Doch durch die anhaltende Trockenheit entpuppte sich dieser Eingriff sogar als Vorteil, denn Trockenschäden konnten abgehalten werden. Ein paar Gewitter, unsere Bewässerungen und Niederschläge Ende August ließen die Beeren wachsen und den Quantitätsverlust auf ca. 30% eingrenzen. Schönes Wetter und gesunde Trauben machten nicht nur den Winzer sondern alle Helfer froh!

Weine: Sie sind ähnlich meinem Lieblingsjahrgang 2006, trotz höherem Alkohol nicht alkoholisch, geprägt von reifer Säure, sehr aromatisch - dabei nicht aufdringlich, harmonisch und haben Trinkfluss! Die Smaragde spielen in einer eigenen Liga, nur wenige Jahrgänge hatten dieses Potential!

Betriebliches: Obwohl wir in der Wachau die Ersten waren, die aus Sicherheitsgründen auch für Smaragdweine Drehverschlüsse verwendet haben, kehren wir bei den Smaragdweinen wieder zum Kork zurück! Es ist aber keine Umkehr, weil es Problem gab, im Gegenteil. Die Gründe sind: Eine nostalgische Sehnsucht, marktwirtschaftliche Vorteile und vor allem die Weiterentwicklung am Korksektor mit der Garantie des Produzenten, dass Korkfehler ausgeschlossen sind. Wir beobachten diesen Kork schon länger und haben Erfahrungsberichte eingeholt, die letztendlich ausschlaggebend für unsere Entscheidung waren. 

 

Leitspruch: „Das Leben ist zu kurz, um schlechten Wein zu trinken!“